"Von meiner persönlichen Vision zur Lebensverwirklichung und was dazwischen liegt."


Hallo & Selamat pagi,

schön, dass du dich wieder meinen persönlichen LEBENSWERT-Zeilen widmest. Dafür danke ich dir von Herzen. 

Es ist Dienstag morgen, und wenn ich hier von diesem Schreibtisch aus in die Ferne blicke, sehe ich das satte Grün in seinen schönsten Farben. Die Stille der reinsten Natur, die beeindruckenden Geräusche der Tiere und das Flüstern des Windes, alles hüllt mich in diesen wundervollen Platz ein,
welchen ich jetzt für die nächsten drei Monate erleben darf.

Ich empfinde eine große Dankbarkeit für die positiv prägenden Lebens-Ereignisse, -Geschenke, und -Begegnungen, welche ich in den letzten Monaten erhalten durfte. Auch du bist ein Teil davon!

Oft sprechen wir in der hinduistischen Philosophie, in der vedischen Astrologie, im Buddhismus und auch in der balinesisch-hinduistischen Religion von
Karma. Stehen wir als Menschenbürger mit einem Körper als Werkzeug hier auf der Erde und nutzen diesen, um uns zu erleben, zu erfahren und
zu verwirklichen. 

In den letzten Wochen wurden mir oft auf mein verblüfftes und gleichzeitig so strahlendes Gesicht in
Momenten der Dankbarkeit diese Worte zugesprochen, „dann hast du es dir verdient, das ist dein Karma“.


Was verstehe ich unter diesen Worten? 
Was sehe ich als mein Karma?
 

Weniger ist es für mich eine dahergeredete Floskel oder ein Weisheitsspruch aus einem Kalender. Vielmehr liegt für mich die Bedeutung darin, die Dankbarkeit meines Gegenübers in meine Richtung anzunehmen und zu erkennen, was ich Großartiges in die Welt bringe.

Was ich verändern konnte, was ich mit meiner eigenen Intuition, meinem Wirken und meinem Verhalten zu mir selbst und der Welt gegenüber vielleicht in eine positive Richtung, in ein Gegensteuern und in einen wichtigen Prozess des Heilens bringen konnte. 

Kurz vor meiner Abreise hatte ich noch eine ganz besondere Aufgabe für mich und mein ganz persönliches Karma zu erfüllen. Aus eigener Ambition und mit voller Klarheit wie gut es uns allen (mir) geht, habe ich mit einem mir sehr vertrautem TukTuk-Fahrer „Wasantha“ und einem ganz lieben Menschen „Korbinian – Gast im Paragon“ nach meinem wöchentlichen Besuch im Hindu-Tempel und meinem obligatorischen PCR Test, bei einem kleinen Food-Store zehn Reis-Curry Päckchen, frisch und lecker zubereitet, und eine große Bananen-Staude gekauft. 

Vor Galle, der nächstgrößeren Stadt im Süden von Sri Lanka, gibt es einen Platz, wo sich viele Obdachlose, einsame Frauen und auch Homless-Familien mit kleinen Kindern zusammenfinden. Der Platz ist hart umkämpft und viele der dort gestrandeten Menschen hausen auf dem Grünstreifen entlang der Hauptstraße zur Stadt. 

Hier wollte ich aus tiefstem Herzen etwas zurückgeben, von dem womit ich in den letzten Jahren durch mein Elternhaus, durch meine engsten, liebsten und auch weit entferntesten Freunde, durch meine gesponserte Ausbildung zur Psychologischen Ayurveda-Beraterin und durch all die erhaltenen Lebensgeschenke so gesegnet war. 

Ein alter Mann, welcher sehr verwahrlost und intensiv verletzt am Fuß, bereits schon in den frühen Morgenstunden mit Alkohol berauscht, mit einem türkisenen Turban auf dem Kopf da saß, lächelte mich bei der Übergabe des Essens-Päckchen so strahlend an, dass ich glaube, er meinte, er hat einen
Engel gesehen. Sei es darum, wenn ich ihm diese kurze Vorstellung bereiten konnte, dann war dies alles absolut LEBENSWERT. 

Es gibt keine Fotos davon, denn eine solche Tat braucht keinen Beweis und auch kein Profilieren
meinerseits. Es geht mir darum, jeden Tag aufs Neue zu sehen, wie gut es mir mit dem was das Universum mir schenkt, geht. 

Besonders in den letzten beiden Wochen vor meiner Abreise sind viele solcher Karma-Geschenke in meine Richtung ausgesendet wurden. Es gab großartige und Herz berührende Worte, Umarmungen, kleine Geschenke, Einladungen zum Essen und sogar ein kompletter Insel-Tag mit einer lieben Freundin.
Alles getoppt mit einer für mich schon fast zu romantischen Tea-Time mit dem General-Manager des Paragon kurz vor meiner Abreise, bis hin zur Übernahme der Flugkosten nach Bali und von sehr berührenden Verabschiedungen von ganz besonderen Menschen. 

Was ich geben konnte, erschien mir nie ausreichend und eher als selbstverständlich. Daher endete es manchmal in Aufopferung und dem Vergessen meiner eigenen Person. Hier holen mich Bali, das langsame Alltagsleben und die ersten Tage im Alleinsein zurück auf den Boden des eigenen Bewusstseins, dass es mich ja auch noch gibt, und ich gepflegt werden will und bedürftig sein darf.

Der Weltenwechsel scheint mir weniger leicht, und ich nehme mir jetzt die Zeit, um anzukommen und mir bewusst zu werden, welche Entscheidung ich damit getroffen habe. Ja, ich möchte auf Bali leben. Mein zu Hause aufbauen, meine Selbständigkeit an einen Ort bringen, wo – wer immer es braucht,
herzlich Willkommen ist. 

Wer meine Hilfe in Anspruch nehmen möchte, wer von mir und meinen Lebenserfahrungen etwas erhalten möchte und wer sich dazu berufen fühlt, sein Karma – seine Energie, seinen Lebenssinn und letztendlich seinen Grund des Daseins auf dieser wundervollen Welt, erkennen möchte. 

Nun wünsche ich dir eine wundervolle und Dankbarkeits-geprägte Woche. Hab das Vertrauen, egal in welchen Lebensmomenten du Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit spürst, es ist immer jemand da, der dich hält und dir zur Seite stehen wird. 

Das erfahre ich gerade selbst und sehe es als weniger selbstverständlich, sondern als großes
LEBENSWERT-Geschenk.


in Dankbarkeit, deine Andrea

zurück