"spagat im leben"


... eine Kurzfassung zur Geschichte von Hanuman - der Vanara Affengott & der HanumanAsana Yoga Position - dem Spagat

In der gesamten südasiatischen Kultur steht er für die Qualitäten körperlicher Stärke, Tapferkeit und spiritueller Hingabe. Hanuman spielt eine wichtige Rolle im epischen Ramayana (zweites indisches Nationalepos & Kunstdichtung) als Mittel zur Wiedervereinigung von Königin Sita mit ihrem geliebten König Rama.

Hanuman ist der Sohn des Windes – Vayu und einer Vanara-Affen Frau mit Namen Anjana. Diese ungewöhnliche Genealogie zweier Lebewesen verlieh ihm eine besondere Verwandtschaft sowohl mit der Welt des Geistes (Spiritualität) als auch mit der materiellen und für uns greifbareren Welt.

Diese Pose, in der ein Bein nach vorn und das andere nach hinten ausgestreckt sind, ahmen den geschichtlich berühmten Sprung / Spagat Hanumans nach. Dieser reichte von der Südspitze Indiens bis zur weit entfernt liegenden Insel Lanka (heutiges Sri Lanka).

Ein wesentliches Thema in der Geschichte ist die Liebe.  Es beschreibt einerseits die Liebe zwischen Königin Sita und König Rama und andererseits natürlich Hanumans bedingungslose Liebe zu beiden. 
Und Liebe ist es auch, mit der wir unseren Körper behandeln sollten, wenn wir versuchen uns in diese Yoga Asana (Position) zu begeben. 

Weiterhin geht es um Hingabe und Geduld. Hanumans Hingabe und Ausdauer bei der Suche nach Königin Sita, stellen wohl eine der Quintessenzen der Geschichte dar. Um diese, nach ihm benannte Asana (Position) irgendwann mal meistern zu können, brauchen wir ebenfalls Hingabe und viel Geduld. Diese Asana erfordert achtames praktizieren, unterstützende körperliche Yoga-Vorbereitungen, sowie auch Liebe zu sich selbst, um in dieser Haltung Stabilität und Leichtigkeit zu finden.

Warum der Spagat des Lebens?

Der Spagat spiegelt nicht nur die körperliche Yoga Haltung wieder, sondern begleitet uns alle im täglichen Leben. Ausgestreckt zwischen verpflichtenden Aufgaben, alltäglichen Herausforderungen, zu die an uns gestellte Anforderungen aber auch einfach nur dem bedienen gewisser Muster und Erwartungen, lassen uns fast täglich in die symbolische Haltung des Spagates gleiten.

Worin liegt unser Streben, dies oder jenes zu tun, obwohl wir vielleicht nicht bereit dafür sind? Und ist es für uns in Ordnung, wenn es dann nicht perfekt ist?
Wie wichtig ist es für uns, „es richtig zu machen“?
Können wir uns voll und ganz einem Bestreben hingeben und unser Herz dafür offen halten? 
Woher wissen wir, wann wir alles getan haben, was wir von unserem Blickpunkt aus tun konnten und es Zeit ist, das Ergebnis anzunehmen. 
 

Die Bhagavad Gita (zentrale Schrift des Hinduismus) fordert uns auf, unser Bestes zu geben und die Ergebnisse Gott zu überlassen (2.47). Hanuman modelliert dies, er erkennt, was er kann und was nicht, und als Ergebnis wird er positiv überrascht. 

Als Hanuman niederkniete, um für diese Kraft (Glaube an sich selbst) zu beten - hatte er diese Kraft bereits in sich, nur hatte er sie vergessen - wie viele es auch von uns vergessen, angesichts der vor uns liegenden Herausforderung.

Auf den Spagat des Lebens sowie im Yoga einlassen - mit Hingabe, Geduld & vor allem gesunder Liebe für uns und unser Leben selbst.

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